Sonnenbrand und Matschgelage – Survival Hacks für Musikfestivals

von | Apr 15, 2016 | Modern Survival | 0 Kommentare

Du hast Dich also entschieden, ins kalte Wasser zu springen und zu Deinem ersten Musikfestival zu gehen. Herzlichen Glückwunsch, dass Du es schon einmal bis hierhin geschafft hast! Du hast Freunde überzeugt, mitzugehen; Du hast viel Geld für das Ticket bezahlt; Du hast die An- und Abreise organisiert – das ist schon mal die halbe Miete.

 

150.000 Festival-Junkies…und Du

 

Aber was brauchst Du noch, um 3 Hardcore-Tage und Nächte zu überstehen? Eingekuschelt zwischen 150.000 anderen Festival-Junkies, die alle eine gute Zeit erleben möchten? Gibt es hier nicht irgendeine Überlebenshilfe für die Tage zwischen Sonnenbrand, After-Show Party und Camping am Limit? Ein schlaues Büchlein von Fähnlein Fieselschweif? Den MacGyver-Knigge? Natürlich ist jedes Festival anders, aber egal, ob es sich um ein Hardrock, Indie oder Dance Festival handelt: es gibt ein paar Konstanten, die für alle gelten und wir sind da, um Dir zu helfen…Survival Hacks to go.

Denn Festivals bedeuten nicht immer nur Spaß ohne Ende und bieten Dir naturgemäß einen langen Aufenthalt unter freiem Himmel (bei Sonne UND bei Regen), ein Meet-and-Greet mit den gefürchteten Dixie Klos, limitierten Zugang zu einigermaßen genießbaren Nahrungsmitteln und was sie nicht bieten ist… Schlaf. Wenn Du auf ein paar unvermeidbare Unannehmlichkeiten vorbereitet bist, wird Dich so gut wie nichts davon abhalten können, Deine Lieblingsband live zu sehen. Hier sind einige Tipps für Situationen, auf die Du Dich schon jetzt freuen kannst:

 

1. Sonnenschutz, Sonnenschutz, Sonnenschutz (zur Erinnerung: Sonnenschutz ;o) )

Das erscheint Dir jetzt wahrscheinlich überflüssig und vor allem selbstverständlich, aber es ist auch wirklich fast der wichtigste Tipp. Ein wirklich schlimmer Sonnenbrand gleich am ersten Tag kann Dir das gesamte Festival ruinieren. Also hab immer eine kleine (Reise)-Tube dabei und creme Dich zwischendurch ein, wenn Du in der Toilettenreihe stehst oder auf die nächste Band wartest. Die Chancen stehen auch ziemlich gut, dadurch ein paar neue Festivalfreunde zu machen, die nicht daran gedacht haben und denen Du Deine Sonnenmilch leihen kannst. Denke auch an eine Sonnenbrille, einen Hut oder ein Bandana – hilft auch prima beim Bad Hair Day und Hangover.

 

 2. Ein günstiges Handy oder tragbares Aufladegerät

Mit dem Modell Anno Dazumal kannst Du zwar keine Fotos machen, aber es hält ewig…oder zumindest ein paar Monate. Alternativ ist die Investition in ein tragbares Aufladegerät sicherlich nicht die Schlechteste und ein Handy im Flugmodus hält ebenfalls eine ganze Weile. Der Empfang in so einer Menschenmenge ist zwar eher dezent mies, aber die Chancen stehen nicht schlecht, die eigenen Leute damit wiederzufinden. Falls man das möchte ;o)

 

3. Strategische „wo-baue-ich-mein-Zelt-auf-Planung“

Am besten etwas entfernt von Gehwegen (wenn Dir die ersten 10 Betrunkenen über die Heringe gestolpert sind, wirst Du wissen, warum), in einiger Nähe zu den Toiletten (bloß nicht zu nah…den Grund kannst Du Dir sicher auch denken), nicht in Senken (außer, Du wolltest schon immer mal einen Matschpool haben) oder neben Generatoren und Security-Türmen (kostenlose Vollbeleuchtung und Generatorenlärm die ganze Nacht). Am besten findest Du einen Platz in der Nähe einer Orientierungshilfe – also komm möglichst zeitig an, damit Du noch die freie Platzwahl hast.

 

4. Markiere Dein Zelt

Sei es die selbstgeklöppelte Flagge oder eine Plastiktüte am Stock – alles, was Dir hilft, Dein Zelt zwischen 100.000 anderen Zelten wiederzufinden, ist erlaubt.

 

5. Eine Großpackung Feuchttücher werden Deine Rettung sein…

…und Deine Dusche.

 

6. Nimm bloß nicht Tonnen von Makeup mit

Und teilt euch Zahnpasta etc. Wenn es sein muss, ein bisschen Puder, Mascara, Haargummi, Hand Sanitizer – fertig.

 

7. Nimm dafür Tonnen von Toilettenpapier mit

Das sollte wahrscheinlich eh Regel Nr. 1 sein.

 

8. Laminiere ein Foto eines putzigen Kätzchens

Auf das Du gucken kannst, während Du „Tag 3 Festival Toiletten“ benutzt. Lustige Bilder werden Dich davor retten, den Lebenswillen zu verlieren und noch wichtiger: Dich davor bewahren, in die Toilette zu gucken. Schau. Niemals. Runter.

 

9. Stell ein Licht unter oder auf eine große Wasserflasche

Noch besser: eine Stirnlampe um eine große Wasserflasche gebunden sorgt für ein bisschen Atmosphäre im Zelt.

 

10. Müllsäcke for President

Eine Rolle Müllsäcke ist im Alltag zwar eher langweilig, aber auf einem Musikfestival können Sie zum heiligen Gral mutieren. Du kannst sie als Aufbewahrung für so ziemlich alles verwenden, Deine Sachen oder Dich wasserfest einpacken (hello, fancy Poncho) und sie nach dem Festival sogar tatsächlich als Müllbeutel verwenden.

 

11. Erkämpfe Dir Deinen Weg zur Bühne

Versuche niemals, von der Mitte aus nach vorne zur Bühne zu gelangen. Arbeite Dich zur Seite der Bühne vor und schlängle Dich von dort aus weiter. Es ist nie verkehrt, dabei etwas verzweifelt auszusehen, als hättest Du gerade alle Deine Freunde verloren und seist auf der Suche nach ihnen.

 

12. Dein Festival Survival Kit

Nein, Du solltest keine Gitarre mitbringen. Nein, Du solltest nicht Deine Go-Pro einpacken. Selfie-stick geht gar nicht und ist vermutlich auch nicht erlaubt. Und egal, was Dir die Fashion Blogs erzählen: locker und bequem geht vor Style. Schnapp Dir Deinen Rucksack und rein mit Ohrstöpseln, Kaugummi, ein Paar Extrasocken für die Rückfahrt, leere Wasserflasche (kannst Du dort auffüllen), Hand Sanitizer, Feuchttücher, Ersatzschuhe (nach einem heftigen Regen wirst Du uns danken), Sonnenschutz, Cap/Hut, tragbares Aufladegerät, Campingklappstuhl. Und für ein bisschen Extra-Spaß geht eine Seifenblasen-Pistole IMMER

Und last but not least: Have Fun!  🙂

 

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