Wasseraufbereitung in der Natur – so funktioniert’s

von | Mai 7, 2016 | Outdoor Survival | 0 Kommentare

Ein fester Bestandteil deines Survival-Kits sollte ein portabler Wasserfilter oder eine Wasserentkeimungstablette sein. Neben Tabletten und klassischen Filtern gibt es mittlerweile auch andere Alternativen, mit denen du Wasser in der Natur aufbereiten kannst.

Warum du trübes Wasser aus Flüssen oder Seen unbedingt reinigen solltest? Weil sich neben den sichtbaren Schwebstoffen vor allem viele Krankheitserreger darin befinden können. Bei der Wasseraufbereitung sollten folgende Dinge aus dem Wasser entfernt werden:

  • Schwebstoffen wie Sand, Ton, Algen oder Pflanzenreste
  • Bakterien, z.B. Cholera oder Salmonellen
  • Einzeller, z.B. Amöben
  • Viren, z.B. Hepatitis
  • Chemikalien aus Industrie und Landwirtschaft, z.B. Chlor, Jod, Pestizide

 

Um trübes Wasser aus Seen oder Flüssen vorzufiltern kannst du einfach einen großen Kaffeefilter, einen Strumpf oder ein Handtuch nehmen. Auch ein Reisehandtuch aus Mikrofasern oder Bambusaktivkohlefasern eignet sich dafür. Darin gibst du Schichten aus Kies und Sand oder mehrere Lagen Toilettenpapier und lässt das Wasser durchlaufen. Damit sollten zumindest die Schwebstoffe und größere Erreger entfernt sein.

Das klare, vorgefilterte Wasser kannst du danach entweder mit UV-Bestrahlung, einem SteriPen oder Wassertabletten komplett desinfizieren. Hier die bekanntesten Methoden zur Wasseraufbereitung in der Natur:

  • Wasser abkochen: beim Erhitzen von Wasser auf ca. 100 Grad über dem Lagerfeuer oder dem Campingkocher sterben die meisten Erreger. Was nicht entfernt wird, sind chemische Rückstände oder Schwebstoffe, wodurch sich das Abkochen vor allem zum Nachfiltern von klarem Wasser eignet.
  • UV-Bestrahlung: durch die Bestrahlung mit UV-C Licht werden sämtliche Erreger abgetötet (Schwebstoffe müssen vorher entfernt werden). Anders als bei chemischen Lösungen wirkt sich die UV-Bestrahlung nicht auf den Geschmack des Wassers aus. Der SteriPEN Wasserentkeimer mit UV-Licht für Viren wiegt nur 100 Gramm und benötigt für 1 Liter Wasseraufbereitung nur 90 Sekunden.
  • Chemie: Tabletten oder Tropfen aus Jod oder Halogen oxidieren Erreger im Wasser und sterilisieren dieses für mehrere Monate. Durch den Vorgang bekommt das Wasser jedoch einen unangenehmen Beigeschmack, den du durch Aktivkohle abschwächen kannst. Micropur Forte oder Aquamira Tabletten desinfizieren klares Wasser in 2 Stunden für bis zu 6 Monate.
  • Wasserfilter: portable Mikrofilter bestehen aus Glasfaser, Keramik oder Kunststoff mit winzig kleinen Poren, durch die ein Großteil der Erreger nicht durchpasst. Jedoch können die meisten mechanischen Wasserfilter keine 100%-ige Sicherheit garantieren, weshalb sie sich eher zum Vorfiltern eignen. Für die finale Filterung können Aktivkohle oder ein Kombifilter wie der von MSR oder Katadyn verwendet werden.
  • LifeStraw: der von den Medien als Erfindung des Jahres hochgelobte Wasserfilter ist super kompakt und leicht (nur 56 Gramm). Der LifesStraw hat eine Lebenszeit von mindestens 1.000 Litern und entfernt laut Aussage des Herstellers 99,9999% der Bakterien aus verdrecktem Wasser. Mit dem LifeStraw kannst du verschmutztes Wasser wie mit einer Pumpe direkt von der Quelle aufsaugen und trinkst wie aus einer Trinkflasche.

 

 

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